Buchstöckchen: „Ach, die Jugend!“

Aber erstmal ganz langsam: wir wollen eure Meinung. Beim Buch-Blogstöckchen zum Medienforum Mittweida-Podium „Shades of Books – im Schatten der Literatur“.

Am 12. November moderiere ich ein spannendes Podium. Darin geht es um ein Neuausloten von Grenzen: Jugendschutz versus Kunstfreiheit, Altersfreigabe kontra wirtschaftlichen Interessen, Autor gegen Leser.

Viele Menschen nehmen ein Zuwachs an Brutalität und Freizügigkeit in der Jugendliteratur wahr und seit Feuchtgebiete und Shades of Grey scheint festzustehen, dass sexuelle Tabus im Buch-Mainstream nicht länger existieren. Was Lust macht, ist okay. Aber ist das wirklich so? Und ist das so in Ordnung?

In der Diskussion, die auch live im Netz mitverfolgt und via #MFbooks auf Twitter kommentiert werden kann, geht es um viele Aspekte: welchen wirtschaftlichen Einfluss hätte ein härterer Jugendschutzes für das geschriebene Wort? Wie schwierig gestaltet sich die Durchsetzbarkeit eines solchen im Netz? Und welchen Sinn hätte dieser Vorstoß aus pädagogischer Sicht?

Ich selbst will noch keine Stellung zu diesem Thema beziehen, das behalte ich mir für eine Zeit nach dem Podium vor. Aber so und so werden wir „Erwachsenen“ in dieser Debatte ein Problem haben – denn wir wissen nicht, was ein Teenie beim Lesen von Tribute von Panem oder Bester Sex denkt und fühlt. Oder wissen und verstehen wir vielleicht doch vielmehr, als wir uns auf dem ersten Blick eingestehen wollen – indem wir einfach unsere Perspektive wechseln?

Unser Blogstöckchen bzw. Buchstöckchen zum Podium „Shades of Books – im Schatten der Literatur“ geht deswegen an alle, die einmal jung waren. Wir wollen von euch wissen, welche Bücher ihr als 14-jähriger Mittelschüler oder 17-jährige Abiturientin gelesen habt – und zwar die, die eure Eltern nicht gern in euren Händen gesehen haben.

Was war Lesen damals für ein Gefühl? Aufregung, Erregung, der Reiz der Gefahr? Die Sehnsucht danach, Tabus zu brechen? Wie versteht ihr das Lesebedürfnis junger Menschen aus dieser Perspektive heraus? Und in welchem Licht erscheint dann eine Altersfreigabe? Lasst es uns wissen, schreibt über ein Buch aus eurer Jugend und verweist auf eure Beiräge als Kommentar unter diesem Posting. Auf Twitter könnt ihr gern weiterhin den Tag #MFbooks nutzen. Und jetzt viel Spaß beim Erinnern 🙂

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Ein Gedanke zu „Buchstöckchen: „Ach, die Jugend!“

  1. Pingback: Buchstöckchen - eine Erinnerung an die Teenie-ZeitLi

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